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Drehleier: Steichinstrument, bei dem die Saiten mit einem Rad zum Klingen gebracht werden. Es gibt Melodiesaiten, deren Tonhöhe über eine Tastatur bestimmt wird. Die Schnarre, ein kleiner Holzsteg unter einer Saite, die durch den Finger- oder Handdruck zum Zirpen gebracht wird, ist der Rhythmusgeber. Basssaiten und andere Bordunsaiten sind für den wohligen Untergrund zuständig. Die Drehleier, deren Ursprünge bis ins 12. Jh. zu verfolgen sind, war über ganz Mitteleuropa (s. Jakobswege) sowohl Kirchen-, Bauern-, Bettlerinstrument, später in der Renaissance Mode geworden, auch am Hofe verbreitet. Heute, hauptsächlich in Frankreich und Ungarn gespielt, erlebt sie auch in Deutschland, angeregt in den 1960er-Jahren u. a. durch den Drehleierbauer K. Reichmann eine zweite "Renaissance". Momentan werden neben historischen Bauformen auch neuere Modelle gebaut mit Weiterentwicklungen der Technik im Bereich Tastatur, Saitenführung, Form, auch Elektroakustik bis zur Midi-Fähigkeit.
Auf jeden Fall ein Instrument mit eingebauten Walzern.
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